Eine der größten und bedeutendsten Krippen weltweit.

Steigt man rund um die Weihnachtszeit die Treppen hinab in die Krypta des Mariendoms Linz, entdeckt man dort eine einzigartige und äußerst kunstvoll gefertigte Krippe. Sie ist das Werk des Münchner Bildhauers und Künstlers Sebastian Osterrieder und gilt als eine der größten und bedeutsamsten Krippendarstellungen weltweit.
Bischof Franz Doppelbauer ließ die zwölf Meter lange, vier Meter tiefe und fünf Meter hohe Krippe zwischen 1908 und 1913 erbauen. Überaus detailreich und berührend erzählt der Künstler mit seinen Figuren und Gemälden die Weihnachtsgeschichte und nahm für seine naturgetreuen Darstellungen sogar die Strapazen einer Reise ins Heilige Land auf sich.

Alljährlich werden am 24. Dezember die Heilige Familie und die Hirtenfiguren aufgestellt, in der Dreikönigsdarstellung ab dem 6. Jänner ist Maria mit dem etwa eineinhalbjährigen Kind zu sehen.
In den vergangenen zwei Jahren wurde die Krippe im Dom in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt behutsam und sorgfältig restauriert. Staub, Schimmel, Firnisschäden, abgebrochene Teile, Risse, Farbveränderungen und -ausbrüche – die Zeit hatte ihre Spuren hinterlassen und den Krippenfiguren, der Krippenlandschaft sowie den Hintergrundgemälden zugesetzt. 

Ab sofort erstrahlt das Kunstwerk wieder in neuem Glanze und kann bis 6. Jänner 2022 täglich von 11.00 bis 17.00 Uhr in der Krypta des Mariendoms bestaunt werden.

Um die neu restaurierte Krippe auch perfekt in Szene zu setzen, wurde mit der Renovierung der Krypta ein weiterer Meilenstein in der mehr als hundertjährigen Geschichte der Krippe gesetzt. Der neue, helle Boden aus Solnhofer Naturstein, ein ausgefeiltes Beleuchtungskonzept – all das trägt ganz wesentlich dazu bei, dass die Krippe im Dom nun in einem wunderschönen  Umfeld präsentiert werden kann.

Machen wir gemeinsam “gute Figur“ und bewahren wir dieses besondere Kulturgut.