Eine der größten und bedeutendsten Krippen weltweit.

Steigt man rund um die Weihnachtszeit die Treppen hinab in die Krypta des Mariendoms Linz, entdeckt man dort eine einzigartige und äußerst kunstvoll gefertigte Krippe. Sie ist das Werk des Münchner Bildhauers und Künstlers Sebastian Osterrieder und gilt als eine der größten und bedeutsamsten Krippendarstellungen weltweit.
Bischof Franz Doppelbauer ließ die zwölf Meter lange, vier Meter tiefe und fünf Meter hohe Krippe zwischen 1908 und 1913 erbauen. Überaus detailreich und berührend erzählt der Künstler mit seinen Figuren und Gemälden die Weihnachtsgeschichte und nahm für seine naturgetreuen Darstellungen sogar die Strapazen einer Reise ins Heilige Land auf sich.

Alljährlich werden am 24. Dezember die Heilige Familie und die Hirtenfiguren aufgestellt, in der Dreikönigsdarstellung ab dem 6. Jänner ist Maria mit dem etwa eineinhalbjährigen Kind zu sehen.
Jetzt braucht die Krippe im Dom unsere Hilfe. Staub, Schimmel, Firnisschäden, abgebrochene Teile, Risse, Farbveränderungen und -ausbrüche – die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen und den Krippenfiguren, der Krippenlandschaft sowie den Hntergrundgemälden zugesetzt.

Schon in gewöhnlichen Jahren freuen wir uns auf die Adventszeit und die Figuren in der Krippe – 2020 ist die Erwartung besonders sehnsüchtig: In diesem Jahr werden erstmals seit Entstehung der Krippe 30 Figuren in neuem Glanze erstrahlen und wieder zu sehen sein. Diese 30 Figuren sind in der Krypta selbst, aber auch im Cyberspace zu bestaunen. Die weiteren Figuren und die Krippenlandschaft folgen im Advent 2021.

Machen wir gemeinsam „gute Figur“ und
bewahren wir dieses besondere Kulturgut.